Störfaktoren beseitigen

Sie wünschen sich mehr Energie für all die Dinge im Leben, die Sie wirklich machen wollen? Dann rate ich Ihnen, erstmal die Störfaktoren in Ihrem täglichen Leben – die Ihnen Energie rauben – zu verbannen. Es fängt an mit so Nichtigkeiten wie dem abgelaufenen Absatz eines Schuhs, zieht sich über die Blume, die umgetopft werden will über das permanent schmutzige Auto bis hin zu unsortierten Papieren auf dem Schreibtisch. Und es hört auf mit schlechten Angewohnheiten des Partners und dem zu weiten Weg zur Arbeit. Häufig sind es eben nicht nur Kleinigkeiten, die uns im Alltag stören und uns auf die Stimmung schlagen. Alle Punkte auf eine Liste geschrieben – das können schon 50 und mehr sein! Nur drüber nachdenken reicht nicht. Möglichst an einem Tag in der Woche ein paar Stunden reservieren, möglichst gleich mehrere Punkte abarbeiten, hinterher was Schönes unternehmen – einen Sekt trinken, Essen gehen, Kino. Günstig ist auch, das Unterfangen gleich zu zweit zu starten. Da gibt’s bestimmt einen Freund, der auch so eine Liste nötig haben könnte. Möglicherweise sind da auch komplexere Punkte zusammen gekommen und es braucht drei Monate um nennenswert fortgeschritten zu sein. Es muss auch nicht sein, dass alle Punkte abgearbeitet sind – ein Zwischen-Fazit tut es auch. Zumal ja manche Unannehmlichkeiten auch nicht direkt beeinflussbar sind (die aber bitte auch auf die Liste wollen). Über die müssen Sie dann nicht weiter nachdenken. Sie sind Ihnen immerhin bewusst.
Es kann sein, dass Sie nicht wissen, womit Sie die Liste beginnen sollen. Das heißt dann aber wahrscheinlich nicht, dass es da nichts zu notieren gäbe, sondern, dass Sie schon etwas abgestumpft sind. Kategorisierung könnte auch helfen. Was toleriere ich im Berufsleben, im Haus, in der Familie, im Freundeskreis, an meinem Körper?
Wie gesagt: Häufig sind es nicht nur Bagatellen, die wir in unserem Leben hinnehmen. Es sind nur diese kleinen Störer, die uns daran hindern uns mit dem zu beschäftigen, was uns wirklich hinderlich ist. Und die müssen nach und nach verschwinden, damit wir den Blick auf das Wesentliche richten können. Und wenn es dann so ist, dass es da nichts Dramatisches gibt, dann ist es um so besser!
Idee: Talane Miedaner, Coach dich selbst, sonst coacht dich keiner. München, 2010, S. 36ff